Abaum die Positive Auslese = eine gute Zukunft für den Wald

Die positive Auslese – Wie wir Bäume pflegen und den Auslesebaum, auch bekannt als Abaum, bestimmen

In der Forstwirtschaft ist die positive Auslese eine gängige Methode, um den Wald zu pflegen und zu erhalten. Doch wie genau funktioniert diese Methode und wie wird der Abaum bestimmt? In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen unsere Arbeitsweise und Gedanken rund um die positive Auslese näher bringen.

Wie funktioniert die positive Auslese?

Die positive Auslese ist eine Methode der Bestandspflege, bei der der schönste und stärkste Baum, der Auslesebaum oder Abaum genannt wird, ausgewählt wird. Anschließend wird geschaut, welcher Baum der schärfste Konkurrent für den Abaum ist und dieser wird entfernt. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Abaum ausreichend Platz und Licht erhält.

Bei unserem Betrieb achten wir darauf, dass wir ganzflächig nach den Kriterien des Dauerwaldes bewirtschaften. Das bedeutet, dass wir keine flächigen Schläge ausführen und vorwiegend mit der Naturverjüngung arbeiten. Dadurch haben wir sehr ungleichförmige Bestände und keine großen Flächen im gleichen Stadium. Unsere Pflege ist daher sehr anspruchsvoll und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Wie wird der Abaum bestimmt?

Um den Abaum zu bestimmen, ist es wichtig, dass er mindestens in der herrschenden Schicht ist. Das bedeutet, dass keine anderen Bäume über die Krone des Abaums hinauswachsen dürfen. Bei unserem Betrieb werden nur Bäume ab einer Dimension von 20 cm selbst angezeichnet, da in dieser Größe eine Zwischennutzung als Energieholz sinnvoll sein kann. Wir pflegen unsere Bäume nur bis etwa 20 cm BhD, also schwaches Stangenholz.

Wenn wir auf der Suche nach dem Abaum sind, schauen wir uns zunächst die verschiedenen Baumarten auf der Fläche an. Bei uns im Revier sind vor allem Buchen präsent, aber auch andere Baumarten wie Ahorn oder Nussbaum kommen vor. Es ist wichtig, dass wir auf eine Vielfalt der Baumarten achten, da jedes Ökosystem eine gewisse Stabilität benötigt.

Beim Bestimmen des Abaums achten wir darauf, dass er eine gerade Stammachse hat, vollholzig ist und kein Drehwuchs erkennbar ist. Auch der H/D-Wert muss stimmen, um einen auswahlwürdigen Baum zu haben.

Fazit

Die positive Auslese ist eine wichtige Methode der Bestandspflege in der Forstwirtschaft. Es ist wichtig, dass wir auf eine Vielfalt der Baumarten achten und den Abaum sorgfältig bestimmen, um eine gesunde und stabile Waldlandschaft zu erhalten. Bei unserem Betrieb achten wir darauf, dass wir nach den Kriterien des Dauerwaldes bewirtschaften und mit der Naturverjüngung arbeiten. Unsere Pflege ist daher sehr anspruchsvoll, aber auch wichtig für die langfristige Gesundheit des